Tschaikowski, Peter Illjitsch

war einer der bedeutendsten Komponisten Rußlands und wurde am 7. Mai 1840 in Wotkinsk geboren und starb am 6. November 1893 in Petersburg.

Tschaikowski bekam bereits mit 4 Jahren Klavierunterricht, besuchte aber 1850-59 die Rechtsschule in Petersburg und war von 1859-63 Angestellter des Finanzministeriums.

Erst 1863 begann er in Petersburg Musik zu studieren (u.a. bei Rubinstein) und er wurde 1866 Theorielehrer am Moskauer Konservatorium wo auch seine ersten Werke aufgeführt wurden.

Die Ouvertüre 'Romeo und Julia', 1869 machte Tschaikowski bekannt und in dieser Zeit begann seine Beziehung zu Frau von Meck, einer vermögenden Witwe, die ihm eine jährliche Pension von 6000 Rubeln zukommen ließ.

Mit dieser Gönnerin führte Tschaikowski einen regen Briefwechsel hat aber mit ihr nie gesprochen.

Daß Frau von Meck 1890 den Briefwechsel plötzlich abbrach verbitterte die letzten Lebensjahre von Tschaikowski und der Zar von Rußland sprang mit einer Pensionszahlung von 3000 Rubeln jährlich ein.

Sein Tod ist rätselhaft; er starb an Cholera, weil er unvosichtigerweise (oder absichtlich) verseuchtes Wasser getrunken hatte.

Biographie von Peter I. Tschaikowski

Werke von Peter I. Tschaikowski

Bühnenwerke

Opern

  • Der Wojewode
  • Der Opritschnik („Der Leibwächter“) – Oper in 4 Akten nach Lashetschnikow (1870–1872; Libretto: P. Tschaikowski), Uraufführung: St. Petersburg 1874
  • Wakula der Schmied op. 14 – Oper in 3 Akten nach Gogol (1874; Libretto: J. P. Polonski), Uraufführung: St. Petersburg 1876. Neufassung (4 Akte) mit dem Titel „Die Pantöffelchen“ oder „Oxanas Launen“ (1885), Uraufführung: Moskau 1887
  • Eugen Onegin op. 24 – Oper in 3 Akten nach Puschkin (1877/1878; Libretto: P. Tschaikowski und K. S. Schilowski), Uraufführung: Moskau 1879
  • Die Jungfrau von Orleans – Oper in 4 Akten nach Schiller (1878/1879; Libretto: P.Tschaikowski), Uraufführung: St. Petersburg 1881
  • Mazeppa – Oper in 3 Akten nach Puschkin (1881–1883; Libretto: W. P. Burenin), Uraufführung: Moskau 1884
  • Die Zauberin – Oper in 4 Akten nach I. W. Schpashinski (1885–1887; Libretto: I. W. Schpashinski), Uraufführung: St. Petersburg 1887
  • Pique Dame op. 68 – Oper in 3 Akten nach Puschkin, (1890; Libretto: M. und P. Tschaikowski), Uraufführung: St. Petersburg 1890
  • Jolanthe op. 69 – Oper in einem Akt nach Hertz, (1891; Libretto: M. Tschaikowski), Uraufführung: St. Petersburg 1892

Ballette

  • Schwanensee op. 20 – Ballett in 4 Akten (1875/1876), Uraufführung: Moskau 1877
  • Dornröschen op. 66 – Ballett in 3 Akten nach Perrault (Libretto: I. A. Wsewoloschski), Uraufführung: St. Petersburg 1890
  • Der Nussknacker op. 71 – Ballett in 2 Akten nach E. T. A. Hoffmann (Libretto: I. A. Wsewoloschski; überarbeitet von M. Petipa), Uraufführung: St. Petersburg 1892

Schauspielmusik

  • Musik zum Schauspiel „Der falsche Dmitri und Wassili Schuiski“ – von Ostrowski, Introduktion und Mazurka (1867)
  • Musik zum Schauspiel „Der Barbier von Sevilla“ – von Beaumarchais (1872)
  • Musik zum Schauspiel „Schneeflöckchen“ op. 12 – von Ostrowski (1873)
  • Musik zum Schauspiel „Der Wojewode“ – von Ostrowski, Monolog für Holzbläser, Harfe und Streichorchester (1886)
  • Musik zum Schauspiel „Hamlet“ op. 67a – für kleines Orchester (1891)

Fragmente und verlorene Werke

  • Anastasie-Valse – für Klavier (1854), verloren
  • Mezza notte – Lied für hohe Stimme auf italienischen Text (Anfang der 1860er), verloren
  • Nah dem Fluße, nah der Brücke – für Klavier (1862), verloren
  • Die Römer im Colosseum – Schauspielmusik (1863/1864), verloren
  • Boris Godunow – Schauspielmusik zu einer Szene nach A. S. Puschkin (1863/1864), verloren
  • Oratorium – für Solostimmen, gemischten Chor und Orchester (1863/1864), verloren
  • Allegro f-Moll – für Klavier (1863/1864), Skizzen
  • Charaktertänze – als „Tänze und Landmädchen“ in die Oper „Der Wojewode“ aufgenommen (1865), verloren
  • Eine verwickelte Geschichte – Schauspielmusik zum Lustspiel P. S. Fedorows (1867), verloren
  • Der Wojewode op. 3 – Oper in 3 Akten nach A. N. Ostrowski (1867/1868; Libretto: A. N. Ostrowski und P. I. Tschaikowski), Uraufführung: Moskau 1869; erhalten sind: Ouvertüre, Zwischenaktmusik und Ballettmusik, rekonstruiert von P. A. Lamm und W. J. Schebalin
  • Undine – Oper in 3 Akten (1869; Libretto: W. A. Sollogub), Uraufführung der Fragmente: Moskau 1870; vernichtet, einige Teile in anderen Kompositionen verwendet
  • Mandragora – Oper nach S. A. Ratschinski (1869/1879), erhalten ist nur der „Chor der Blumen und Insekten“ für Chor und Orchester
  • Natur und Liebe Ges-Dur – für 2 Sopran, Alt, Frauenchor und Klavier (1870), verloren
  • Die blauen Frühlungsaugen – Lied nach Heine (1873), verloren
  • Trauermarsch auf Motive aus der Oper „Der Opritschnik“ für Klavier (1877), verloren
  • Die Fee – Schauspielmusik zum Bühnenstück von O. Felier, Wiegenlied und Walzer (1879), verloren
  • Montenegro – Musik zum lebenden Bild „Verlesung des Manifestes zur Kriegserklärung Rußlands an die Türkei“, für kleines Orchester (1880), verloren
  • Kantate – für vierstimmigen Frauenchor a cappella (1880)
  • Romeo und Julia – Oper nach Shakespeare (Anfang der 1880er), begonnen wurde nur ein Duett von Romeo und Julia, das stellenweise auf Musik der gleichnamigen Orchesterfantasie basiert, Vollendung des Duetts durch S. Tanejew, (1894)
  • Konzertstück für Flöte und Orchester (1883), einige Themen
  • Dornröschen – Suite für Orchester (1889/1890), Skizzen
  • Sinfonie Es-Dur – (1891/1892), unvollendet, nur der erste Satz instrumentiert, Sätze 1, 2 und 4 op. 75 und op. 79, 3.Satz Scherzo-Fantasie op. 72 Nr. 10 für Klavier, instrumentiert (1955) von S.Bogatyrijew und als Sinfonie Nr. 7 herausgegeben
  • Momento lirico (Impromptu) As-Dur – für Klavier (1892/1893), vollendet von S. Tanejew
  • Frühling – Frauenchor a cappella, verloren

Kammermusik

  • Adagio F-Dur – für Bläseroktett (1863/1864)
  • Allegro c-Moll – für Klaviersextett (1863/1864)
  • Adagio molto Es-Dur – für Streichquartett und Harfe (1863/1864)
  • Allegro vivace B-Dur – für Streichquartett (1863/1864)
  • Andante molto G-Dur – für Streichquartett (1863/1864)
  • Andante ma non troppo e-Moll – für Streichquartett (1863/1864)
  • Allegretto E-Dur – für Streichquartett (1863/1864)
  • Adagio C-Dur – für Bläserquartett (1863/1864)
  • Allegretto D-Dur – für Streichtrio (1863/1864)
  • Streichquartett B-Dur – in einem Satz (1865)
  • Streichquartett Nr. 1 D-Dur op. 11 (1871)
  • Serenade D-Dur zum Namenstag von N.G.Rubinstein – für Flöte, 2 Klarinetten, Horn, Fagott und Streichquartett (1872)
  • Streichquartett Nr. 2 F-Dur op. 22 (1874)
  • Streichquartett Nr. 3 es-Moll op. 30 (1876)
  • Drei Stücke op. 42 „Souvenir d’un lieu cher“ – für Violine und Klavier (1878; orchestriert von A.Glasunow)
  • Klaviertrio a-Moll op. 50 „A la mèmoire d’un grand artiste“ (1881/1882)
  • Sextett d-Moll op. 70 „Souvenir de Florence“ – Streichsextett (1890; revidiert 1891/1892)

Klavierwerke

Klavier zu 2 Händen

  • Thema und Variationen a-Moll (1863/1864)
  • Sonate cis-Moll op. posth.80 (1865)
  • Zwei Stücke op. 1 (1863–1867)
  • Souvenir de Hapsal op. 2 (1867)
  • Valse-Caprice D-Dur op. 4 (1868)
  • Romanze f-Moll op. 5 (1868)
  • Valse-Scherzo A-Dur op. 7 (1870)
  • Capriccio Ges-Dur op. 8 (1870)
  • Drei Stücke op. 9 (1870)
  • Zwei Stücke op. 10 (1871)
  • Sechs Stücke op. 19 (1873)
  • Sechs Stücke über ein Thema op. 21 (1873)
  • Die Jahreszeiten op. 37a – Zwölf Charakterstücke (1875/1876; orchestriert von Alexander Gauk)
  • Marsch „Freiwillige Flotte“ C-Dur (1878)
  • Große Sonate G-Dur op. 37 (1878)
  • Kinderalbum (Jugendalbum) op. 39 – 24 leichte Stücke (1878)
  • Zwölf Stücke op. 40 (1878)
  • Sechs Stücke op. 51 (1882)
  • Impromptu-Caprice G-Dur (1884)
  • Dumka c-Moll op. 59 – Ukrainische Dorfszene (1886)
  • Walzer-Scherzo A-Dur (1889)
  • Impromptu As-Dur (1889)
  • Avei passionné e-Moll (1891(?); Herkunft umstritten)
  • Militärmarsch B-Dur (1893)
  • Achtzehn Stücke op. 72 (1892)
  • Nicht der Wind die Zweige rüttelt – Klaviersatz zum dem Volkslied (1893)

Klavier zu 4 Händen

  • Fünfzig russische Volkslieder (1868/1869)

Orchesterwerke

Sinfonien

  • 1. Sinfonie g-Moll op. 13 „Winterträume“ (1866)
  • 2. Sinfonie c-Moll op. 17 „Kleinrussische“ (1872)
  • 3. Sinfonie D-Dur op. 29 „Polnische“ (1875)
  • 4. Sinfonie f-Moll op. 36 (1877) "Fatum"
  • Manfred-Sinfonie h-Moll op. 58 – Sinfonie in vier Bildern nach Byron (1886)
  • 5. Sinfonie e-Moll op. 64 (1888)
  • 6. Sinfonie h-Moll op. 74 „Pathétique“ (1893)
  • Sinfonie Es-Dur (1892), sog. 7. Sinfonie (Tschaikowski) o.op. (begonnen Mai 1892, abgebrochen November 1892), Skizzen verwendet für Klavierkonzert Nr. 3 op. 75 und Andante & Finale op. 79 sowie Scherzo-Fantasie op. 72, Nr. 10 (Die Symphonie wurde in den 1950er Jahren von Semjon Bogatyrjew rekonstruiert und 1957 uraufgeführt)

Andere Orchesterwerke

  • Allegro vivo E-Dur – für kleines Orchester (1863/1864)
  • Allegro ma non tanto G-Dur – für Streichorchester (1863/1864)
  • Andante ma non troppo/Allegro moderato A-Dur – für kleines Orchester (1863/1864)
  • Agitatio/Allegro c-Moll – für kleines Orchester (1863/1864)
  • Konzertouvertüre c-Moll (1865/1866)
  • Ouvertüre F-Dur – (1865) für kleines, (1866) für großes Orchester
  • Dänische Ouvertüre D-Dur op. 15 über die dänische Nationalhymne (1866)
  • Das Gewitter e-Moll op. posth.76 – Ouvertüre zu Ostrowskis Drama (1866/1867)
  • Fatum g-Moll op. posth.77 – Sinfonische Dichtung (1868)
  • Romeo und Julia – Fantasie-Ouvertüre nach Shakespeare (1869; umgearbeitet 1870 und 1880)
  • Der Sturm f-Moll op. 18 – Fantasie nach Shakespeare (1873)
  • Suite aus dem Ballett „Der Schwanensee“ op. 20 (1876)
  • Slawischer Marsch b-Moll op. 31 (1876)
  • Francesca da Rimini e-Moll op. 32 – Fantasie nach Dante (1876/1877)
  • Suite Nr. 1 d-Moll op. 43 (1878/1879)
  • Capriccio Italien op. 45 (1880)
  • Serenade C-Dur op. 48 – für Streichorchester (1880)
  • Ouvertüre solennelle 1812 op. 49 – Festouvertüre (1880; Finale für Klavier solo)
  • Suite Nr. 2 C-Dur op. 53 „Suite charactéristique“ (1883)
  • Suite Nr. 3 G-Dur op. 55 (1884)
  • Krönungsmarsch D-Dur (1883)
  • Elegie zu Ehren von I. W. Ssamarin G-Dur (1884)
  • Juristenmarsch D-Dur (1885)
  • Suite Nr. 4 G-Dur op. 61 „Mozartiana“ (1887)
  • Hamlet f-Moll op. 67 – Fantasie-Ouvertüre nach Shakespeare (1888)
  • Der Wojewode a-Moll op. posth. 78 – Sinfonische Ballade (1891)
  • Suite aus dem Ballett „Der Nußknacker“ op. 71a (1892)

Werke für Soloinstrument und Orchester

  • Konzertstück D-Dur – für 2 Flöten und Streichorchester (1863/1864)
  • Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23 (1874/1875)
  • Melancholische Serenade b-Moll op. 26 – für Violine und Orchester (1875)
  • Rokoko-Variationen A-Dur op. 33 – für Violoncello und Orchester (1876/1877)
  • Valse-Scherzo C-Dur op. 34 – für Violine und Orchester (1878)
  • Violinkonzert D-Dur op. 35 (1878)
  • Klavierkonzert Nr. 2 G-Dur op. 44 (1879/1880; revidiert 1893)
  • Konzertfantasie G-Dur op. 56 – für Klavier und Orchester (1884)
  • Pezzo capriccioso h-Moll op. 62 – für Violoncello und Orchester (1887)
  • Klavierkonzert Nr. 3 Es-Dur op. posth. (1893), 1. Satz vollständig, 2. & 3. Satz nur im originalen Auszug für zwei Klaviere, posthum herausgeben als:
    • Allegro Brillante op. 75 – für Klavier und Orchester (1893), herausgegeben und bearbeitet von Sergei Tanejew
    • Andante & Finale op. 79 – für Klavier und Orchester (1893), instrumentiert von S. Tanejew

Transkriptionen und Orchestrierungen

  • Der Wojewode op. 3 – für Gesang und Klavier (1868)
  • Der Wojewode op. 3 – Potpurri für Klavier (1868)
  • Der Wojewode op. 3 – für Klavier zu 4 Händen (1868)
  • Sinfonie Nr. 2 op. 17 – für Klavier zu 4 Händen (1872)
  • Romanze op. 16 Nr. 5 – für Klavier (vor 1873)
  • Klavierkonzert Nr. 1 op. 23 – für 2 Klaviere (1874)
  • Der Opritschnik – für Gesang und Klavier (1874)
  • Melancholische Serenade op. 26 – für Violine und Klavier (1875)
  • Slawischer Marsch op. 31 – für Klavier (1876)
  • Dänische Ouvertüre op. 15 – für Klavier zu 4 Händen (1878)
  • Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostomus op. 41 – für Klavier (1878)
  • Orchestersuite Nr. 1 op. 43 – für Klavier zu 4 Händen (1878)
  • Eugen Onegin – für Gesang und Klavier (1878)
  • Klavierkonzert Nr. 2 op. 44 – für 2 Klaviere (1880)
  • Capriccio Italien op. 45 – für Klavier zu 4 Händen (1883)
  • Serenade op. 48 – für Klavier zu 4 Händen (1880)
  • Orchestersuite Nr. 2 op. 53 – für Klavier zu 4 Händen (1883)
  • Mazeppa – für Gesang und Klavier (1883)
  • Kinderlied op. 54 Nr. 5 – für Gesang und Orchester (1884)
  • Romanze op. 47 Nr. 7 – für Gesang und Orchester (1884)
  • Orchestersuite Nr. 3 op. 55 – für Klavier zu 4 Händen (1884)
  • Moskau – für Gesang und Klavier (vor 1885)
  • Pezzo capriccioso op. 62 – für Violoncello und Klavier (1887)
  • Die Zauberin – für Gesang und Klavier (1887)
  • Andante cantabile- 2. Satz aus dem Streichquartett Nr. 1 op. 11 für Violoncello und Streichorchester, (1888(?))
  • Nocturne op. 19 Nr. 4 – für Violoncello und Orchester (1888)
  • Duett op. 46 Nr. 6 – für Gesang und Orchester (1888)
  • Kinderlied op. 54 Nr. 5 – für gemischten Chor a cappella (1889)
  • Pique Dame op. 68 – 2 Fassungen für Gesang und Klavier (1890)
  • Jolanthe op. 69 – für Gesang und Klavier (1892)
  • Der Nussknacker op. 71 – für Klavier (als op. 71b veröffentlicht) (1892)
  • Sinfonie Nr. 6 op. 74 – für Klavier zu 4 Händen (1893)
  • Klavierkonzert Nr. 3 op. 75 – für 2 Klavier (1893)
  • Weber: Menuetto capriccioso aus der 'Klaviersonate op. 39 Nr. 2' – für Orchester (1863)
  • Beethoven: Allegro der Violinsonate op. 47 – für Violine und Orchester (1863/1864)
  • Beethoven: 1.Satz aus der 'Klaviersonate op. 13 Nr. 2' – für Orchester (1863/1864)
  • Schumann: Adagio und Allegro brillante (Nr. 11 und 12 der Sinfonischen Etüden op. 13) – für Orchester (1863/1864)
  • Gungl: Le Retour – für Orchester (1863/1864; unvollendet)
  • Dubuque: Maria-Dagmar – für Orchester (1886)
  • Dubuque: Liebeserinnerung – für Klavier zu 4 Händen (1866/1867)
  • Dargomyschski: Kasatschok – für Klavier (1867)
  • Auber: Ergänzungen zur Oper „Le domino noir“ (1868)
  • Fünfzig russische Volkslieder – für Klavier zu 4 Händen (1869)
  • Rubinstein: Iwan der Schreckliche – für Klavier zu 4 Händen (1869)
  • Stradella: O del mio dolce ardor – für Gesang und Orchester (1870)
  • Cimarosa: Terzett aus der Oper „Il matrimonio segreto“ für Orchester (1870(?))
  • Rubinstein: Don Quixote für Klavier zu 4 Händen (1871)
  • Kinderlieder auf russische und ukrainische Melodien – für Gesang und Klavier (1872 und 1877)
  • Haydn: Gott erhalte Franz den Kaiser – für Orchester (1874(?))
  • Schumann: Ballade für Heideknaben op. 122 Nr. 1 – für Sprecher und Orchester (1874)
  • Liszt: Der König von Thule – für Gesang und Orchester (1874)
  • Gaudeamus igitur – für Männerchor mit Klavierbegleitung (1874)
  • Mozart: Figaros Hochzeit – Änderungen einiger Rezitative (1875)
  • Dargomyschski: Die goldene Wolke schlief – für Gesangsterzett (STB) und Orchester (1876)
  • Glinka: Slawsja (Chor aus „Ein Leben für den Zaren“) – für Unisono-Chor und Streichorchester (1883)
  • Laroche: Fantasie-Ouvertüre aus „Marmosina“ – für Klavier und Orchester (1888)
  • Menter: Ungarische Zigeunerweisen – für Klavier und Orchester (1892/1893)
  • Valse-Scherzo C-Dur op. 34 – für Violine und Klavier
  • Liszt: Orchestrierung des Klavierkonzert im ungarischen Stil

Vokalinstrumentale Werke

Singstimme und/oder Chor und Orchester

  • Auf den kommenden Schlaf c-Moll – für gemischten Chor und Orchester (1863/1864)
  • An die Freude – Kantate für Solostimmen, Chor und Orchester nach Schiller (1865)
  • Kantate zum Gedächtnis des 200-jährigen Geburtstages Zar Peter des Großen – für Tenor, gemischten Chor und Orchester (1872)
  • Kantate zum 50-jährigen Jubiläum von O. A. Petrow – für Tenor, gemischten Chor und Orchester nach N. A. Nekrassow (1875)
  • Moskau – Krönungskantate für Mezzosopran, Bariton, gemischten Chor und Orchester nach Maikow (1883)

Lieder

  • Mein Genius, mein Engel, mein Freund – Fet (vor 1860)
  • Semphiras Lied – Puschkin (Anfang der 1860er)
  • Sechs Romanzen op. 6 (1869)
  • So schnell vergessen – Apuchtin (1870)
  • Sechs Romanzen op. 16 (1875)
  • Nimm mein Herz – Fet (1873)
  • Sechs Romanzen op. 25 (1875)
  • Sechs Romanzen op. 27 (1875)
  • Sechs Romanzen op. 28 (1875)
  • Ich wollt', meine Schmerzen ergössen sich – Mey nach Heine (1875)
  • Nicht lange mehr wandeln wir – Grekow (1875)
  • Sechs Romanzen op. 38 (1878)
  • Sechs Duette op. 46 (1880)
  • Sieben Romanzen op. 47 (1880)
  • Romeo und Julia – Szene mit Duett (1881; 1893 beendet und instrumentiert von S.Tanejew)
  • Sechzehn Kinderlieder op. 54 (1883)
  • Sechs Romanzen op. 57 (1883)
  • Zwölf Romanzen op. 60 (1886)
  • Sechs Romanzen op. 63 (1887)
  • Sechs Lieder op. 65 – auf französischen Text (1888)
  • Sechs Romanzen op. 73 – auf deutschen Text (1893)

Vokalwerke

  • Auf den kommenden Schlaf c-Moll – für gemischten Chor (1863/1864)
  • Chor zum 50. Jahrestag der Rechtsschule B-Dur – für gemischten Chor (1885)
  • Der Engel jauchzt G-Dur – für gemischten Chor (1887)
  • Die goldene Wolke schlief f-Moll – für gemischten Chor (1887)
  • Gruß an A.Rubinstein C-Dur – für gemischten Chor (1889)
  • Die Nachtigall D-Dur – für gemischten Chor (1889)
  • Nicht der Kuckuck im feuchten Fichtenwald G-Dur – für gemischten Chor (1891)
  • Abend G-Dur – für dreistimmigen Männerchor (1881)
  • Glückselig ist, wer lächelt F-Dur – für vierstimmigen Männerchor (1887)
  • Warum der Freuden Stimmen wehren? B-Dur – für Männerchor (1891)
  • Ohne Zeit e-Moll – für Frauenchor (vierstimmig) (1891)
  • Liturgie des Heiligen Johannes Chrysostomus op. 41 – 14 Nummern für gemischten Chor (1878)
  • Nachtvesper op. 52 – 17 Chöre für gemischten Chor (1881/1882)
  • Neun Kirchenchöre – für gemischten Chor (vierstimmig) (1884/1885)
  • Hymnus zu Ehren der Heiligen Cyrill und Methodius F-Dur – für gemischten Chor (1885)
  • Die Nacht – für 4 Solostimmen (SATB) mit Klavierbegleitung nach Mozarts Klavierfantasie KV 475 (1893)

Ballett-Klassiker

Die unsterblichen Ballett-Klassiker des russischen Komponisten Peter I. Tschaikowski (russ.: Петр Ильич Чайковский) (1840-1893) sind weltbekannt und bezaubern kleine und große Kinder immer wieder aufs Neue. Die populärsten Ballette sind "Romeo und Julia", "Der Nussknacker", "Schwanensee" und "Dornröschen".

Die russische Ballett-Kunst wurde oft genug von Kritikern aller Welt hoch gelobt. Aber ein russisches Sprichwort besagt: "Besser einmal gesehen als hundert Mal gehört". Also muss man dieses unglaubliche Spektakel einfach mal selbst erlebt haben!

Jedes Jahr bringen renommierte russische Ballett-Truppen "Romeo und Julia", "Der Nussknacker", "Schwanensee" sowie andere Ballett-Klassiker nach Europa. Ein wahrer Hochgenuss nicht nur für Ballett-Liebhaber!

Ob "Romeo und Julia", "Der Nussknacker", "Schwanensee" oder "Dornröschen" – jedes Ballett entführt die Zuschauer in eine fantasievolle Märchenwelt und bietet eine wunderbare Unterhaltung für die ganze Familie.

Schwanensee

Unglaublich, aber wahr: Die Uraufführung des Balletts "Schwanensee" im Jahr 1877 im Bolshoi Theater in Moskau endete in einem peinlichen Fiasko. Doch für den Misserfolg war nicht der Komponist, sondern der unfähige Choreograph V. Reisinger verantwortlich. Schade nur, dass dies die einzige Inszenierung von "Schwanensee" war, die Tschaikowsky selbst erlebt hatte.

Die Aufführung von "Schwanensee" in St. Petersburg im Jahr 1895 war dagegen ein Triumph. Die Interpretation der beiden Choreographen Marius Petipa und Lew Iwanow dient bis heute als Grundlage für moderne Ballett-Inszenierungen.

"Schwanensee" ist für viele das Synonym für das Ballett überhaupt. Das romantische Märchen über den jungen Prinzen Siegfried, der sich in die Schwanenprinzessin Odetta verliebt und sie vom bösen Zauber des Herzogs Rotbarts befreien will, ist eine Geschichte über die Macht der wahren Liebe. Bekanntlich gibt es zwei Versionen: mit und ohne Happy End.

Zu den zahlreichen Höhepunkten des Balletts zählt auch der legendäre Tanz der kleinen Schwäne.

Der Nussknacker

"Der Nussknacker" ist das letzte und erfolgreichste Werk des Komponisten Peter Tschaikowskys. Die Handlung des Balletts basiert auf der phantastischen Erzählung des deutschen Romantikers E.T.A. Hoffmanns "Nussknacker und Mäusekönig". Tschaikowsky kannte das Märchen in der in  Russland sehr beliebten Fassung von Alexandre Duma und entschied, ein Ballett daraus zu machen.

Nun gilt das Ballett "Der Nussknacker" als der Weihnachtsklassiker schlechthin. Die Geschichte eines jungen Mädchens, das einen Nussknacker geschenkt bekommt und davon träumt, dass er sich in einen Märchenprinzen verwandelt, fasziniert Jung und Alt um den ganzen Globus. Für ein paar Stunden wird man aus dem Alltag in die romantische und fantasievolle Welt der Träume und Sehnsüchte entführt.

Die Uraufführung des Balletts "Der Nussknacker" fand im
 Mariinsky Theater in St. Petersburg im Dezember 1892 statt. Das Szenario stammte von einem zu der Zeit sehr einflussreichen Ballett-Guru Marius Petipa. Für die Umsetzung war sein Vertreter Lew Iwanow zuständig, der sich nicht nur mit Petipa, sondern auch mit dem Komponisten Tschaikowsky wegen diverser Interpretationsunterschiede herumschlagen durfte. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Ein paar Jahre später galt der von Ivanov inszenierte Tanz der Schneeflocken als das Meisterwerk des Ballett-Tanzes, und beste Ballerinen wollten unbedingt die Fee tanzen.
Seitdem wurden weltweit unzählige Versionen von "Der Nussknacker" dem Publikum präsentiert. Die Kunst besteht immer wieder auch darin, das Ballett trotz prachtvoller Kostüme und üppiger Dekorationen nicht kitschig wirken zu lassen.

Dornröschen

Neben "Schwanensee" und "Der Nussknacker" zählt das Ballett "Dornröschen" zu den meist aufgeführten Balletten weltweit. Kein Wunder, denn Dornröschen von Peter I. Tschaikowsky ist fröhlich, festlich, sehr emotional und strahlt pure Lebensfreude aus. Tschaikowsky selbst hielt das Ballett für sein bestes Werk. Die Musik für das Ballett schrieb Tschaikowsky zwischen Dezember 1888 und August 1889 in enger Zusammenarbeit mit dem renommieren Ballettmeister Marius Pepita. Zum ersten Mal wurde das Ballett Dornröschen im Mariinsky Theater in  St. Petersburg im Januar 1890 aufgeführt. Erst neun Jahre später wurde das Ballett im Bolschoi Theater in Moskau inszeniert.

Die Handlung des Ballett Dornröschen basiert auf dem Märchen des französischen Schriftstellers Charles Perrault (Originaltitel: La belle au bois dormant (1696)). König Florestan XIV. und die Königin feiern die lang ersehnte Geburt ihrer Tochter Aurora. Doch die mächtige böse Hexe Carabosse, die nicht zu den Feierlichkeiten eingeladen wurde, belegt die Prinzessin mit einem schrecklichen Fluch: Bis zu ihrem 16. Lebensjahr wird sich Aurora an einer Stichnadel stechen und sterben. Zum Glück kann die gute Fliederfee den Fluch abschwächen: die Prinzessin wird in einen tiefen Schlaf fallen und nach 100 Jahren von einem Prinzen wieder zum Leben erweckt werden. Als sich Prinzessin Aurora an ihrem 16. Geburtstag an einer Spindel sticht und Tod umfällt, fällt mit ihr auch das ganze Königreich in einen tiefen Schlaf. Hundert Jahre später schafft es Prinz Desiré, die Prinzessin zu küssen und den Fluch aufzuheben. Das Ballett endet mit der Hochzeit von Prinzessin Aurora und Prinzen Desiré. Auch diverse Märchenfiguren sind zum großen Ball eingeladen, darunter Aschenputtel und ihr Prinz, das Rotkäppchen und der Wolf, der gestiefelte Kater und andere.

Tschaikowsky’s Ballett Dornröschen verzaubert mit einer meisterhaften Leichtigkeit, Frische und Zärtlichkeit. Die Musik feiert den Triumph des Lebens und weckt Frühlingsgefühle.