Tschaikowski bekam bereits mit 4 Jahren Klavierunterricht, besuchte aber 1850-59 die Rechtsschule in Petersburg und war von 1859-63 Angestellter des Finanzministeriums.
Erst 1863 begann er in Petersburg Musik zu studieren (u.a. bei Rubinstein) und er wurde 1866 Theorielehrer am Moskauer Konservatorium wo auch seine ersten Werke aufgeführt wurden.
Die Ouvertüre 'Romeo und Julia', 1869 machte Tschaikowski bekannt und in dieser Zeit begann seine Beziehung zu Frau von Meck, einer vermögenden Witwe, die ihm eine jährliche Pension von 6000 Rubeln zukommen ließ.
Mit dieser Gönnerin führte Tschaikowski einen regen Briefwechsel hat aber mit ihr nie gesprochen.
Daß Frau von Meck 1890 den Briefwechsel plötzlich abbrach verbitterte die letzten Lebensjahre von Tschaikowski und der Zar von Rußland sprang mit einer Pensionszahlung von 3000 Rubeln jährlich ein.
Ballett-Klassiker
Die unsterblichen Ballett-Klassiker des russischen Komponisten Peter I. Tschaikowski (russ.: Петр Ильич Чайковский) (1840-1893) sind weltbekannt und bezaubern kleine und große Kinder immer wieder aufs Neue. Die populärsten Ballette sind "Romeo und Julia", "Der Nussknacker", "Schwanensee" und "Dornröschen".
Die russische Ballett-Kunst wurde oft genug von Kritikern aller Welt hoch gelobt. Aber ein russisches Sprichwort besagt: "Besser einmal gesehen als hundert Mal gehört". Also muss man dieses unglaubliche Spektakel einfach mal selbst erlebt haben!
Jedes Jahr bringen renommierte russische Ballett-Truppen "Romeo und Julia", "Der Nussknacker", "Schwanensee" sowie andere Ballett-Klassiker nach Europa. Ein wahrer Hochgenuss nicht nur für Ballett-Liebhaber!
Ob "Romeo und Julia", "Der Nussknacker", "Schwanensee" oder "Dornröschen" – jedes Ballett entführt die Zuschauer in eine fantasievolle Märchenwelt und bietet eine wunderbare Unterhaltung für die ganze Familie.
Schwanensee
Unglaublich, aber wahr: Die Uraufführung des Balletts "Schwanensee" im Jahr 1877 im Bolshoi Theater in Moskau endete in einem peinlichen Fiasko. Doch für den Misserfolg war nicht der Komponist, sondern der unfähige Choreograph V. Reisinger verantwortlich. Schade nur, dass dies die einzige Inszenierung von "Schwanensee" war, die Tschaikowsky selbst erlebt hatte.
Die Aufführung von "Schwanensee" in St. Petersburg im Jahr 1895 war dagegen ein Triumph. Die Interpretation der beiden Choreographen Marius Petipa und Lew Iwanow dient bis heute als Grundlage für moderne Ballett-Inszenierungen.
"Schwanensee" ist für viele das Synonym für das Ballett überhaupt. Das romantische Märchen über den jungen Prinzen Siegfried, der sich in die Schwanenprinzessin Odetta verliebt und sie vom bösen Zauber des Herzogs Rotbarts befreien will, ist eine Geschichte über die Macht der wahren Liebe. Bekanntlich gibt es zwei Versionen: mit und ohne Happy End.
Zu den zahlreichen Höhepunkten des Balletts zählt auch der legendäre Tanz der kleinen Schwäne.
Der Nussknacker
"Der Nussknacker" ist das letzte und erfolgreichste Werk des Komponisten Peter Tschaikowskys. Die Handlung des Balletts basiert auf der phantastischen Erzählung des deutschen Romantikers E.T.A. Hoffmanns "Nussknacker und Mäusekönig". Tschaikowsky kannte das Märchen in der in
Russland sehr beliebten Fassung von Alexandre Duma und entschied, ein Ballett daraus zu machen.
Nun gilt das Ballett "Der Nussknacker" als der Weihnachtsklassiker schlechthin. Die Geschichte eines jungen Mädchens, das einen Nussknacker geschenkt bekommt und davon träumt, dass er sich in einen Märchenprinzen verwandelt, fasziniert Jung und Alt um den ganzen Globus. Für ein paar Stunden wird man aus dem Alltag in die romantische und fantasievolle Welt der Träume und Sehnsüchte entführt.
Die Uraufführung des Balletts "Der Nussknacker" fand im
Mariinsky Theater in St. Petersburg im Dezember 1892 statt. Das Szenario stammte von einem zu der Zeit sehr einflussreichen Ballett-Guru Marius Petipa. Für die Umsetzung war sein Vertreter Lew Iwanow zuständig, der sich nicht nur mit Petipa, sondern auch mit dem Komponisten Tschaikowsky wegen diverser Interpretationsunterschiede herumschlagen durfte. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Ein paar Jahre später galt der von Ivanov inszenierte Tanz der Schneeflocken als das Meisterwerk des Ballett-Tanzes, und beste Ballerinen wollten unbedingt die Fee tanzen.
Seitdem wurden weltweit unzählige Versionen von "Der Nussknacker" dem Publikum präsentiert. Die Kunst besteht immer wieder auch darin, das Ballett trotz prachtvoller Kostüme und üppiger Dekorationen nicht kitschig wirken zu lassen.
Dornröschen
Neben "Schwanensee" und "Der Nussknacker" zählt das Ballett "Dornröschen" zu den meist aufgeführten Balletten weltweit. Kein Wunder, denn Dornröschen von Peter I. Tschaikowsky ist fröhlich, festlich, sehr emotional und strahlt pure Lebensfreude aus. Tschaikowsky selbst hielt das Ballett für sein bestes Werk. Die Musik für das Ballett schrieb Tschaikowsky zwischen Dezember 1888 und August 1889 in enger Zusammenarbeit mit dem renommieren Ballettmeister Marius Pepita. Zum ersten Mal wurde das Ballett Dornröschen im Mariinsky Theater in St. Petersburg im Januar 1890 aufgeführt. Erst neun Jahre später wurde das Ballett im Bolschoi Theater in Moskau inszeniert.
Die Handlung des Ballett Dornröschen basiert auf dem Märchen des französischen Schriftstellers Charles Perrault (Originaltitel: La belle au bois dormant (1696)). König Florestan XIV. und die Königin feiern die lang ersehnte Geburt ihrer Tochter Aurora. Doch die mächtige böse Hexe Carabosse, die nicht zu den Feierlichkeiten eingeladen wurde, belegt die Prinzessin mit einem schrecklichen Fluch: Bis zu ihrem 16. Lebensjahr wird sich Aurora an einer Stichnadel stechen und sterben. Zum Glück kann die gute Fliederfee den Fluch abschwächen: die Prinzessin wird in einen tiefen Schlaf fallen und nach 100 Jahren von einem Prinzen wieder zum Leben erweckt werden. Als sich Prinzessin Aurora an ihrem 16. Geburtstag an einer Spindel sticht und Tod umfällt, fällt mit ihr auch das ganze Königreich in einen tiefen Schlaf. Hundert Jahre später schafft es Prinz Desiré, die Prinzessin zu küssen und den Fluch aufzuheben. Das Ballett endet mit der Hochzeit von Prinzessin Aurora und Prinzen Desiré. Auch diverse Märchenfiguren sind zum großen Ball eingeladen, darunter Aschenputtel und ihr Prinz, das Rotkäppchen und der Wolf, der gestiefelte Kater und andere.
Tschaikowsky’s Ballett Dornröschen verzaubert mit einer meisterhaften Leichtigkeit, Frische und Zärtlichkeit. Die Musik feiert den Triumph des Lebens und weckt Frühlingsgefühle.