Der Nussknacker
"Der Nussknacker" ist das letzte und erfolgreichste Werk des Komponisten Peter Tschaikowskys. Die Handlung des Balletts basiert auf der phantastischen Erzählung des deutschen Romantikers E.T.A. Hoffmanns "Nussknacker und Mäusekönig". Tschaikowsky kannte das Märchen in der in
Russland sehr beliebten Fassung von Alexandre Duma und entschied, ein Ballett daraus zu machen.
Nun gilt das Ballett "Der Nussknacker" als der Weihnachtsklassiker schlechthin. Die Geschichte eines jungen Mädchens, das einen Nussknacker geschenkt bekommt und davon träumt, dass er sich in einen Märchenprinzen verwandelt, fasziniert Jung und Alt um den ganzen Globus. Für ein paar Stunden wird man aus dem Alltag in die romantische und fantasievolle Welt der Träume und Sehnsüchte entführt.
Die Uraufführung des Balletts "Der Nussknacker" fand im
Mariinsky Theater in St. Petersburg im Dezember 1892 statt. Das Szenario stammte von einem zu der Zeit sehr einflussreichen Ballett-Guru Marius Petipa. Für die Umsetzung war sein Vertreter Lew Iwanow zuständig, der sich nicht nur mit Petipa, sondern auch mit dem Komponisten Tschaikowsky wegen diverser Interpretationsunterschiede herumschlagen durfte. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Ein paar Jahre später galt der von Ivanov inszenierte Tanz der Schneeflocken als das Meisterwerk des Ballett-Tanzes, und beste Ballerinen wollten unbedingt die Fee tanzen.
Seitdem wurden weltweit unzählige Versionen von "Der Nussknacker" dem Publikum präsentiert. Die Kunst besteht immer wieder auch darin, das Ballett trotz prachtvoller Kostüme und üppiger Dekorationen nicht kitschig wirken zu lassen.