Virtuelle Lady
Das Stück spielt in London, im königlichen Park von Hampton Court Palace.
Es ist eine Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen aus Russland und einem englischen Aristokraten, in der das Märchen mit der Realität eng verbunden ist.
In der Vorstellung treten die Solisten des Theaters «Ballett von Evgenij Panfilov» auf.
Der Choreograph ist Morihiro Ivata (Japan), Preisträger der internationalen Wettbewerbe und Solist des Bolschoj Theaters Russlands.
Zum ersten Mal in der Welt wird die Demonstration der Kostüme, Accessoires und der Kopfbedeckungen auf der Bühne mit der komplizierten Choreographie kombiniert, die mit der Musik der größten Komponisten des 19.- 20. Jahrhunderts begleitet werden.
1. Akt:
Diese Geschichte ist im Sommer 1993 geschehen.
Die Touristen aus Perm‘ - die Bären- besuchen die englischen königlichen Gärten „Hampton Court Palace“ in London. Die Künstlerin Tanja, mit dem Spitznamen Mimisu, ist mit den Touristen unterwegs. Sie verfügt über sehr ausgeprägte Fantasie und träumt von der schönen Liebe. Die Bären sind vom Garten bezaubert und tanzen von der Begeisterung.
Die Sonne neigt sich zum Untergang. Der Park wird geschlossen. Die Gärtner bitten die Touristen, die Gärten zu verlassen. ?imisu versteckt sich hinter den Bäumen. Die Bären gehen weg. ?imisu erscheint aus ihrem Versteck.
Plötzlich erscheinen die Feen - Gespenster des Schlosses. Sie beleben die Bäume. Es fängt der zauberhafte Ball an. Der schwarze Baum lädt die Fee zum Tanz ein. Es erscheint der Hirsch - Herrscher der Gärten und zieht Mimisu zur allgemeinen Heiterkeit zu.
Von weitem sind Fackeln sichtbar. ?imisu versteckt sich wieder.
2. Akt:
Die zauberhafte Nacht geht weiter.
Es erscheinen die Bäume – die Gentlemans. Es sind die Mitglieder der geschlossenen englischen Geselschaft - „Klubs der vergessenen Bäume“. Der Klubpräsident erklärt das Thema der Sitzung: „Wir sind heute hier versammelt, um zu besprechen, wie der gegenwärtige englische Gentleman das Gefühl der Liebe zu der edlen Lady im Tanz ausdrucken kann. Da den Frauen der Zutritt in solche Klubs wie unseren untersagt ist, habe ich befohlen, die virtuelle Lady zu erschaffen.“
Die Gärtner bringen die Puppe.
Der erste Gentleman beginnt zu tanzen, aber die Puppe ist keine Frau. Das Liebesgeständnis ist somit unmöglich. Die Mitglieder des Klubs sehen keinemn Ausweg aus dieser Situation.
Plötzlich wird Mimisu in ihrem Versteckt entdeckt.
Der Präsident platzt vor Wut als er eine Frau in einer geschlossenen Sitzung sieht. Da er die Ausweglosigkeit der Situation versteht, bietet er Mimisu an, in dieser Nacht zur „virtuellen Lady“ zu werden.
Natürlich, stimmt sie zu!
Die Gentlemans tanzen ein nach dem anderem vor ?imisu und erklären ihr deren Liebe.
Mimisu verliebt sich in einen Gentleman. Er verspürt das selbe zu ihr.
Es nähert sich die Morgendämmerung.
Der Präsident dankt Mimisu und schenkt ihr die Krone. ?imisu bittet um Erlaubnis, den Tanz der Liebe vor dem Gentleman, der ihr Herz bezaubert hat, zu erfüllen. Tanzend unter den Bäumen, sucht sie und findet ihren Auserwählten.
Die Mitglieder des Klubs sind von der Kraft und die Offenherzigkeit ihrer Gefühle überrascht. Sie gehen weg, und lassen zwei Verliebte allein. Der Auserwählte ist verliebt, aber er kann sich nicht entschieden, diese Wilde in seine Welt der englischen Aristokraten zu nehmen.
Es erscheinen die Bären - Touristen mit dem ?imisus Fell.
Die zauberhafte Nacht geht zu Ende.
Handlungsort des Ballettes – Hampton Court Palace
Hampton Court Palace liegt am Ufer der Themse im Londoner Vorort Richmond. Er wurde 1514 vom Kardinal Wolsey erbaut und Heinrich VIII. geschenkt. Im Laufe der nachfolgenden anderthalb Jahrhunderte blieb Hampton Court Palace die Hauptresidenz aller englischen Monarchen. Georg II. war der letzte König, der im Palast wohnte. Königin Viktoria öffnete den Palast für die Öffentlichkeit. Der Spaziergang durch seine Säle macht uns mit der Geschichte und dem Alltagsleben einiger Königshäuser Englands vertraut und ermöglicht außerdem, die Perspektive der schönen Gärten aus den altertümlichen Fenstern des Palastes zu sehen. Die Gärten sind 24 ha groß. Östlich vom Palast ist der Hauptkanal und drei Paare der Baumalleen, im Süden befindet sich der Irrgarten, der ein riesenhaftes gemustertes Parkett darstellt, an der Nordseite des Palastes befindet sich das erstaunliche Labyrinth aus Buchsbäumen, der reguläre Garten der Springbrunnen wurde rekonstruiert. Das Wasser darin haben die Bäume und Blumen ersetzt. Es ist kein Geheimnis, dass Hampton Court Palace außer der sich ins Gedächtnis einprägenden Vielfältigkeit der architektonischen Formen, durch die Vielfältigkeit der Geister bekannt ist, die in verschiedenen Zeiten in der Residenz und ihrer Umgebungen gesehen wurden. Der Geist von Catherine Howard, der fünften Ehefrau Heinrichs VIII., die wegen des Verdachts der Schande enthauptet wurde, rennt schreiend in der Geistergalerie. Aber am häufigsten wird der Geist des unglücklichen Mädchens im Park des Palastes gesehen. Etwa um drei Uhr nachts bevorzugt der Geist, es sich auf den Zweigen eines des schönsten Parkbäume, des Lieblingsbaumes des Königs bequem zu machen, wo er (der Geist) von der Überwachungskamera gefilmt wurde. Im Palast erscheint auch der Geist von Jane Seymour, der dritten Ehefrau Heinrichs VIII. Es ist schwer zu erklären, warum ihre Seele keine Ruhe findet, da für ihre Beruhigung schon über 1200 Messen abgedient wurden. Das Ganze: die Strenge, die Schönheit und der Edelmut der adeligen Kultur des guten alten Englands, und ebenso die geheimnisvollen Geister, deren Alter einige Jahrhunderte erreicht, ziehen viele Touristen aus der ganzer Welt nach Hampton Court Palace.
Ballettmeister – Regisseur der Vorstellung «Virtuelle Lady», Preisträger der Internationalen Wettbewerbe, Solist des Ballettes des Bolschoj Theaters Russlands Morihiro Ivata (Japan).
Morihiro Ivata wurde 1970 in Iokogama geboren. 1991 absolvierte er die Moskauer staatliche choreographische Berufsschule. Als der einzige in der Wettbewerbsgeschichte gewann er den Grand Prix «Arabesque-92» in Perm und den Preis von Michail Baryschnikow „dem Besten Tänzer des Wettbewerbes“. 1993 hat Morihiro Ivata im 7. Internationalen Wettbewerb der Balletttänzer in Moskau den ersten Platz belegt und die Goldene Medaille gewonnen. 1996 wurde er zum Solisten des Bolschoj Theaters Russlands. 1997 wurde er mit dem Preis "Muramazu", 1998 mit dem Preis der Zeitschrift "Dance Magazine" in Japan gewürdigt.
In seinen Arbeitsjahren hat er viele Partien des klassischen, charakteristischen und modernen Repertoires getanzt, darunter der Prinz ("Nussknacker"), Basil ("Don Quichote"), James ("Sylphide"), Albert ("Giselle"), Franz ("Coppelia"), Cipollino ("Cipollino"), Konek-Gorbunok ("Konek-Gorbunok"), der goldene Gott ("Bajadere"), Narr ("Schwanensee"), Pak ("Sommernachtstraum"), Peruaner ("Pariser Heiterkeit") und viele anderen.
2000 absolvierte Morihiro Ivata die Ballettmeister-Abteilung von GITIS, im gleichen Jahr nahm er am Festival "Balanchin-Chabukiani" in Tbilissi teil, wo er den Grand Prix und den Preis als bester Choreograph bekommen hat. 2006 wurde sein Ballett "Tamaschi" im Bolschoj Theater Russlands mit großem Erfolg gezeigt, dessen Premiere 2005 auf der Bühne des P.I.Tschajkowskij-Theaters der Oper und des Ballettes in Perm stattfand. Zurzeit setzt Morihiro Ivata die Tänzerkarriere aktiv fort und hat viele kreative Ideen als Choreograph.
Tatjana de Liss, Autorin der Idee, des Librettos, der Kostüme für die Vorstellung,
geboren in Perm, absolvierte die Ausbildung in Kunst und Graphik an der Berufsschule Nr. 4 mit Auszeichnung, und danach die W.Muchina-Hochschule für Kunst in Leningrad in der Fachrichtung «Modellierung der Kleidung». Sie schuf Kostüme für die Fernsehvorstellungen im Leningrader Fernsehen, arbeitete mit dem Theater "Mimen" zusammen, lehrte das Design an der Leningrader pädagogischen Universität. 1992 wurde sie für die Fortsetzung der Kunstbildung vom Lord und Bürgermeister Londons in der Kingston Universität für den Lehrstuhl der Kleidungsmodellierung eingeladen.
Während der Ausbildung in London wohnte sie neben der Residenz der englischen Könige - Hampton Court Palace, die in der ganzen Welt durch ihre Geister und wunderschönen Gärten bekannt ist. Die Malerin spazierte oft in den Gärten und hat sogar, wie es ihr schien, den örtlichen Geist gesehen, der ihr mit der Hand gewunken hatte. Gerade dort entstand die Idee des Ballettes «Virtuelle Lady» und dort wurde die ursprüngliche Variante des Librettos geschrieben.
Die unmittelbare Arbeit am Ballett begann 2003. Im selben Jahr hat die prestigeträchtigste Frauenzeitschrift Frankreichs «Madame Figaro» Tatjana mit dem Titel der Preisträgerin in der Kategorie der Spezialisten im Wettbewerb der Modellierer in Paris ausgezeichnet. Zurzeit lebt und arbeitet sie in Frankreich.

















